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Auftragsart

Offener Projektwettbewerb


Zusammenarbeit

ryffel + ryffel ag Landschaftsarchitekten BSLA/SIA


Bauherrschaft

Gemeinde Horgen


Jahr

2026


Tragwerk und Brandschutz

Lauber Ingenieure AG


Das neue Schulhaus situiert sich als Auftakt der gesamten Schulanlage Allmend an der Abzweigung der Einsiedlerstrasse von der Zugerstrasse. Die Positionierung zur Einfahrt der Einsiedlerstrasse markiert die Einleitung ins Schulareal und schafft gleichzeitig einen Sichtbezug zur ergänzenden Schulanlage Waldegg im Süden mit seinem Sportangebot.

 

Während entlang der Kantonsstrasse der höhere Haupttrakt mit den Klassenzimmerclustern ein eigentlicher Rücken bildet, orientiert sich der Musik- und Handwerkstrakt im tieferen Volumen entlang der Gemeindestrasse in Richtung Dorfkern. Die Nutzungsdurchmischung auf der Allmend von Schule, Sport und Freizeit führt zu einem interessanten Beziehungsgeflecht, welches als Dorf im Dorf bezeichnet werden kann. Mit dem präsenten Neubau wird das gesamte Areal umarmt und gleichzeitig eine klare Adressierung mit Erhöhung des Kopfbaus gebildet.

 

Die Qualität der grossen flachen Ebene wird in der Pausenplatzgestaltung erhalten und gestärkt. Ohne das Garderobengebäude zu separieren wird dieses in die Umgebungsgestaltung integriert und subtil zoniert. Mittels grossen Stufen zum Fussballplatz im Osten kann der Terrainsprung aufgenommen werden und gleichzeitig eine Sitzgelegenheit in Pausen, aber auch während Fussballspielen angeboten werden. Die erhöhte Lage des Pausenplatzes ermöglicht einen direkten Blickbezug zum bestehenden Schulgebäude und fasst dieses in die Arealgestaltung mit ein.

 

Das Atrium als Angelpunkt bildet auch in seiner erhöhten Volumetrie den deutlichen Auftakt des Gebäudes mit gleichzeitig durch die nördlichen Fassadenfenster vermittelnder Sichtverbindung zum Bestandesschulgebäude auch den Schwerpunkt des ganzen Schulareals. Der Hauptflügel wird als viergeschossiges Volumen gebildet und nimmt die Klassenzimmercluster auf. Musiktrakt und Handwerkszimmer bilden zusammen mit dem Bereich für die Lehrpersonen und der separaten Wohnung Hausdienst den tieferen Flügel des Volumens. Diese Differenzierung der inneren Organisation mit klarer Ablesbarkeit in der äusseren Erscheinung erleichtert die Orientierung für Kinder und Erwachsene.

 

Der Neubau ist als zwei- bis viergeschossiger Holzskelettbau konzipiert. Die vertikale Lastabtragung erfolgt über ein regelmässiges Tragwerk mit Primärträgern aus Brettschichtholz sowie Flachdecken mit wirtschaftlichen Spannweiten aus vorgefertigten Hohlkastenelementen. Die Deckenelemente integrieren raumakustisch wirksame Absorber sowie Schwingungstilger zur Optimierung des Schall- und Schwingungsverhaltens.

Auch im Sinne der Systemtrennung wird die Holzfassade ausserhalb des tragenden Stützenrasters aufgebaut. Die Aussenwände sind als Holzständerkonstruktionen mit gedämmten Ausfachungen ausgebildet und bilden den Dämmperimeter des Gebäudes. Eine hinterlüftete Holzfassade übernimmt den dauerhaften Witterungsschutz. Alle Bestandteile bleiben zugänglich, was den Unterhalt vereinfacht und ein späterer Rückbau nach Bauteilen ermöglicht. Grosszügige Vordächer gewährleisten einen wirksamen konstruktiven Holzschutz, reduzieren die Bewitterung der Fassaden und leisten gleichzeitig einen wesentlichen Beitrag zum sommerlichen Wärmeschutz durch Verschattung.